25. bis 29. Mai 2007 (Pfingstwochenende)

Kunstbaustellen: Fünf Künstler – Fünf Höfe

Freitag bis Dienstag 13 – 18 Uhr

Bremerhaven-Grünhöfe zwischen Daimlerstraße und Braunstraße

Über das Pfingstwochenende arbeiten zwei Künstlerinnen und drei Künstler täglich von 13 bis 18 Uhr im Freien. Es können bis zu jeweils sieben Personen pro Workshops teilnehmen und Kunstwerke herstellen. Die Workshops werden von folgenden Künstlern angeleitet: Bernd Bannach, Monika Hürlimann, Matthias Kopka, Jens Schnepel und Conny Wischhusen. Jeder der Künstler arbeitet in seiner Gruppe mit einem anderen Material. Dabei sollen Kunstwerke entstehen, die einen Bezug zu Bremerhaven haben.

Alte LKW-Planen müssen nicht entsorgt werden. Sie können auf originelle Art und Weise zu Flugobjekten oder Windspielen umgenäht werden. Das bewegliche Material macht sinnlich den Wind sichtbar, der täglich die Menschen an der Küste umweht. Es können aber auch ganz praktisch farbige Taschen für den Alltag genäht werden. Oder es gibt ganz andere Vorschläge. Monika Hürlimann arbeitet mit ihrer Gruppe an der Daimlerstraße 14.

Grünhöfe ist ein multikultureller Stadtteil mit vielfältigen sozialen Netzwerken. Drahtseile sind ein Material, das das Miteinander-Verbundensein, die sozialen Beziehungen zwischen Menschen im Stadtteil symbolisieren kann. Jens Schnepel wird mit seiner Gruppe eine Idee für das Zusammenleben und das soziale Netzwerk in der Daimlerstraße 4 entwickeln. Matthias Kopka wird seine Gruppe an der Boschstraße 3 anleiten, aus Baumstämmen Galionsfiguren zu schnitzen. Galionsfiguren galten als Schutzpatrone der Schiffe, jetzt werden sie zu Schutzpatrone der 50-Jahrfeier Grünhöfes. Mit Kettensägen, Äxten, Stechbeitel und Farben werden ungewöhnliche Galionsfiguren gearbeitet.

Bernd Bannach wird mit Stahl und Kupfer an der Braunstraße 15/17 arbeiten. Von vielen Schiffbauern auch aus Grünhöfe sind aus diesem Materialien jahrzehntelang auf den Bremerhavener Werften Schiffe gebaut worden. Unter seiner Anleitung werden Objekte geschweißt, gesägt, geschmiedet, die die Vergänglichkeit, das Verschwinden und Neuentstehen symbolisieren, oder es entstehen Windspiele, Windräder und Segel aus Kupfer.

Conny Wischhusen arbeitet mit Segeltuch unter dem Motto „In den Wind geschrieben“ an der Boschstraße am Hochhaus. Hierbei geht es um Zeichen für die bauliche Veränderung, die im Stadtteil Grünhöfe sichtbar und unsichtbar ist. Davon sind viele Menschen betroffen, die umziehen mußten, weil Häuser abgerissen werden und Neues entsteht.

Es kann Jeder und Jede an den Kunstwerkstätten teilnehmen oder auch einfach als Zuschauer kommen und den Kunstschaffenden bei der Arbeit zuschauen. Für die Teilnehmer ist eine Anmeldung Voraussetzung. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Zum Abschluss der Kunstbaustellen wird es am 29. Mai um 18 Uhr eine Finissage geben. Dabei können Besucher um 18 Uhr mit dem Chor der Jugendmusikschule die Kunstbauplätze besuchen, um die Kunstwerke zu bewundern, und der Kinderchor singt dazu Lieder der 50er Jahre.

Die Künstler und Orte:
Monika Hürlimann, Material: Planen, Daimlerstraße 14
Jens Schnepel, Material: Drahtseile, Daimlerstraße 4
Matthias Kopka, Material: Baumstämme, Boschstraße 3
Bernd Bannach, Material: Kupfer und Stahl, Braunstraße 15/17
Conny Wischhusen, Material: Segeltuch, Boschstraße a m Hochhaus

Je Baustelle und Künstler/in können maximal 7 Personen teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Anmeldung: (04 71) 3 08 78 60
Veranstalterbüro: Dienstleistungszentrum Grünhöfe, Raum 17, 1. Stock,
Büro „Kulturprojekt 50 Jahre Grünhöfe“